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Berührung

Die heilende Kraft von „Berühren“ und „Berührt werden“

Berührung findet immer im „Hier“ und „Jetzt“ statt und hilft in die Gegenwart zu gelangen. Berührung tut gut, wenn sich zwei Menschen freiwillig für sie entscheiden. Sie ist ehrlich. Schon kleinste Berührungen bringen das gesamte Energiesystem zum Fließen. Über Berührungen bleiben die beteiligten Seelen noch in Verbindung - lange nachdem andere Elemente der Kommunikation verklungen sind.

 

Der heimliche Hunger

 

Ein Mangel an körperlicher Berührung kann krank machen und zu Depressionen führen. Diese Sehnsucht, dieses „zu Wenig an Berührung“ wird nur selten als Ursache (an)erkannt. Gemeinsam mit Kollegen deckte der Wissenschaftler Ashley Montagu auf, dass Nervenverbindungen im Gehirn durch den Akt des Berührens entstehen. Der Zeitraum in dem dies geschieht liegt zwischen Schwangerschaft und den unmittelbar auf die Geburt folgenden Monaten. Ein Kind kann mit dem Entzug akustischer oder visueller Stimulation leben und ihn offensichtlich auch wettmachen. Wenn jedoch ein neugeborenes Kind nicht berührt wird, ist die Folge oftmals der Tod. In seinem Buch „Körperkontakt“ schlussfolgert Montagu aus seiner jahrelangen Forschungsarbeit folgende These: Berührung ist unsere Grundlage, um als menschliche Gesellschaft zu leben.